Liebe Freunde und Unterstützer*innen,
 
auch wenn das neue Jahr schon fast zwei Wochen alt ist, wünschen wir Ihnen und Ihren Familien positive Energie und vor allem Gesundheit für 2021. Wir möchten uns auch  von Herzen bei allen bedanken, die unsere (ehrenamtliche) Arbeit im letzten Jahr wertgeschätzt und uns finanziell unterstützt haben. Mit Ihren - zum Teil sehr großzügigen - Spenden konnten und können wir erfolgreich unsere Aufklärungsarbeit umsetzen. DANKE!
 
Vor uns liegt das "Mega-Wahljahr", welches für uns vielseitige politische Arbeit und nachhaltige Kontakte zu, aber auch  Appelle an Politiker*innen bedeutet. Denn die Tiere haben nur uns als "(Wahl)Stimme". Ein weiterer Schwerpunkt für 2021 wird auch wieder die Aufklärung  der Verbraucher*innen sein, die dieses Jahr auch Wähler*innen sind!
 
Zuvor möchten wir Ihnen aber in unserem ersten Newsletter des neuen Jahres über unsere Aktivitäten aus den vergangenen Wochen berichten.
 
Wir freuen uns, wenn Sie sich die Zeit zum Lesen nehmen. Vielen Dank!
 
Tier haben zwar keine Lobby,
aber wahlberechtigte Freunde.
 
Angelika Wohlfarth
 
Unser offener Brief an die Justiz
bzgl. Tiertransporten
 
 
 
Katastrophale Urteile und Eilbeschlüsse zu Tiertransporten - Zu viele Richter*innen urteilen zu Gunsten der Profiteure und gegen geltendes Tierschutzrecht!
 
Zahlreiche Erlasse der Bundesländer für ein Verbot von Tiertransporten in Drittländer wurden in letzter Zeit durch Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgerichte leider wieder außer Kraft gesetzt!
 
Durch akribische Ermittlungen verschiedener Tierschutzorganisationen und Journalisten*innen, erschütternde Bilder und dem daraus entstandenen Druck auf die zuständigen Politiker, entschlossen sich nach und nach die abfertigenden Bundesländer, Tiertransporte in Drittländer bis auf weiteres einzustellen.
 
Die mächtigen Viehzuchtverbände ebenso wie Transportunternehmen haben aber weder diese Erlasse noch die Weigerung einzelner Veterinärbehörden, diese leidvollen Transporte zu genehmigen, akzeptiert und sind vor die Verwaltungsgerichte gezogen.
 
Im Fall von 132 trächtigen Rindern, die im November 2020 vom Rhein-Sieg-Kreis nach Marokko auf „Horror-Tour“ (so die Meldung der Zeitung „EXPRESS“ vom 19.11.20) gehen sollten, entschied das Verwaltungsgericht (VG) Köln gegen die Beschwerden und Eilanträge der Transportunternehmen. In der Öffentlichkeit wurde dadurch die Hoffnung erweckt, dass sich tatsächlich ein Umdenken von Gesellschaft, Politik und Justiz anbahnt.
 
Die Transportunternehmen haben auch gegen diesen Beschluss des VG Köln Beschwerde eingelegt. Die nächsthöhere Instanz, das Oberverwaltungsgericht in Münster hat im Dezember den Beschluss des VG Köln aufgehoben mit der Begründung, dass bei allgemeiner Interessenabwägung das wirtschaftliche Interesse der Spedition überwiege.
 
Auf Grund dieser Entscheidung wurde im Dezember 2020 auch eine Weigerung der Veterinärbehörde des Kreises Lippe, trächtige Rinder nach Algerien abzufertigen, vom Verwaltungsgericht Minden nicht anerkannt.
 
Dennoch gibt es hierzu eine positive Meldung, die trächtigen Rinder aus Lippe wurden nach unseren Informationen nicht auf den Transport geschickt. Vermutlich hat unsere intensive Aufklärungsarbeit die lippischen Bauern dazu bewogen, ihren Tieren diesen Weg zu ersparen.
 
Doch jeder noch so kleine Fortschritt wird von vielen Rückschritten begleitet.
 
Dies betrifft aktuell die qualvollen Kälbertransporte von Bad Waldsee nach Spanien. Die nur wenige Tage alten Kälber dürfen weiter auf Transporter geladen werden, die keine bedarfsgerechte Versorgung der kleinsten Tierkinder sicherstellen. Sie brauchen Milchaustauscher aus speziellen Tränkevorrichtungen.
 
Nach vielen Briefen von uns an das zuständige baden-württembergische Agrarministerium und Druck von allen Seiten hatte sich der Minister Anfang Dezember dazu durchgerungen, diese Transporte mit einem Erlass zu verbieten.
 
Doch es kam, wie es zu erwarten war: Auch hier zogen die Viehzuchtverbände vor die Verwaltungsgerichte, und auch hier entschieden sowohl das VG Sigmaringen als auch der Verwaltungsgerichtshof Mannheim kurz vor Weihnachten zu deren Gunsten! Der Minister-Erlass wurde „gekippt“.Der erste Transport mit 200 ein paar Tage alten Kälbchen ist bereits in den ersten Januartagen von Bad Waldsee aus auf den langen Weg Richtung Spanien und damit in die Hölle für diese Tierkinder gegangen!
 
Diese richterlichen Entscheidungen zum Nachteil der Tiere machen uns fassungslos und haben uns zu einem offenen Brief an die Bundesjustizministerin und an die Justizminister*innen der Bundesländer veranlasst!
 
Es gab darauf bereits einzelne Antworten aus den Ministerien mit dem Tenor: Richter*innen sind unabhängig in ihren Entscheidungen. Das ist uns natürlich bekannt und auch richtig und wichtig. Man kann Gesetze jedoch so oder so auslegen, und wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es auch unabhängige mutige Richter*innen gibt, die die vorhandenen Gesetze zum Wohl der Tiere auslegen. Und nicht „aus wirtschaftlichen Interessen“ zum Wohl der Profiteure.
 
Dafür werden wir weiter kämpfen!
 
Der grüne Button führt Sie zu unserem offenen Brief, den wir am 22.12.2020 an die Bundesjustizministerin und die Minister*innen der Bundesländer geschickt haben:
 
Unsere Kleinanzeigen im
November und Dezember 2020
 
... erschienen in folgenden Tageszeitungen und Wochenblättern:
 
Badische Zeitung
Gäubote
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Hannoversches Wochenblatt
Lippe aktuell
Mainzer Allgemeine
Schaumburger Wochenblatt
Südwestpresse
Wunstorfer Stadtanzeiger
 
 
Gemeinsame Pressemitteilung
"Tierwohl bleibt auf der Strecke: 650.000 Schweine gefangen im Schweine-Stau in deutschen Betrieben!"
 
In der Agrarbranche gibt es ein neues, sehr unschönes Schlagwort: „Schweine-Stau“! Gründe für diesen Stau sind die Afrikanische Schweinepest und der damit verbundene Wegfall der Exportmöglichkeiten nach China, wodurch der „Schweinepreismarkt“ eingebrochen ist. Die Corona-Ausbrüche in Schlachtbetrieben, Personalnot, Abstandsregeln und teilweise beschränkte Arbeitszeiten tun ein Übriges. Die Gastronomie fällt ebenfalls als Abnehmer größtenteils aus. Deswegen stehen derzeit Hunderttausende von Schweinen qualvoll eingepfercht in deutschen Ställen. Trotz dieser katastrophalen Lage besamen Schweinezüchter munter weiter, züchten und produzieren Ferkel.
 
Gemeinsamer offene Brief an die Europäische Kommission zum Thema Tiertransporte
 
... unterschrieben von 23 NGOs.
 
"Ferkelkastration ab 1. Januar 2021
nur noch mit Betäubung"
 
"Damit das Fleisch von männlichen Schweinen bei der Zubereitung nicht stinkt, werden Ferkel in den ersten Lebenstagen kastriert. Ab dem 1. Januar ist das aus Tierschutz-Gründen nur noch mit Betäubung erlaubt. "
 
Quelle: br.de
 

"Butenland"-Betreiber
Karin Mück und Jan Gerdes
im NDR Fernsehen
 
"Ihr gemeinsames Herzensprojekt: Ein Hof, auf dem ehemals gequälte Tiere in Würde leben, altern und sterben dürfen."
 
In der Sendung DAS! waren Karin Mück und Jan Gerdes zu Gast auf dem "roten Sofa" und berichteten unter anderem über die Tiere und ihre Arbeit in ihrem "Kuhaltersheim."
 
 
zur Sendung
 
 
Wir hoffen, es war etwas Ansprechendes und Neues für Sie dabei. Weitere umfangreiche Informationen über die Themen Tiertransporte, Massentierhaltung und Systemwechsel bietet unsere Homepage.
 
 
Wir freuen uns schon, Ihnen den nächsten Newsletter präsentieren zu dürfen, er erscheint in ca. 4 Wochen.
 
Bleiben Sie gesund und nicht vergessen:
 
Man sollte nie dem Glauben verfallen, eine kleine Gruppe ideenreicher,
engagierter Menschen könnte die Welt nicht verändern.
Tatsächlich wurde sie nie durch etwas anderes geändert.
(Margaret Mead)
 
 
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