Handicap International e.V.
 
HI Advocacy Infobrief No.1 Juni 2020
 
Liebe Leserinnen und Leser,

unsere neue Studie "Death Sentence to Civilians - The long-term Impact on Explosive Weapons in Populated Areas in Yemen" ist erschienen. Darin werden an prägnanten Beispielen die langfristigen Auswirkungen des Einsatzes von Explosivwaffen im Jemen aufgezeigt.
Mit diesem Infobrief wollen wir Sie über wichtige Informationen und Berichte rund um die HI Advocacy Themen

- Humanitäre Hilfe, Inklusive Entwicklung, Abrüstung -

informieren. Je nach Themenlage wird das vier bis fünf Mal jährlich sein.
 
 
 
 
Neue Studie "Todesurteil für die Zivilbevölkerung"
 
Der Konflikt im Jemen dauert bereits seit fünf Jahren an. Dabei wurden fast alle Arten von Explosivwaffen eingesetzt, darunter Flugzeugbomben, Raketen, Artillerie, Mörser und auch improvisierte Sprengkörper. Durch den Einsatz dieser Explosivwaffen werden nicht nur Menschen getötet und verletzt, sondern auch lebenswichtige Infrastruktur beschädigt und damit die humanitäre Situation im Land weiter verschärft. Dabei sind bereits 24,1 Millionen Menschen im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Anhand anschaulicher Beispiele zeigt unsere neue Studie auf, wie der Einsatz von Explosivwaffen durch die Zerstörung wichtiger Infrastruktur und Einrichtungen, wie z.B. Häfen, Straßen, Krankenhäuser oder Wassersysteme, das Überleben der jemenitischen Bevölkerung in der gegenwärtigen humanitären Krise und auf lange Sicht massiv bedroht. Die langfristigen Auswirkungen des Einsatzes von Explosivwaffen sind in einer Krise ebenso tödlich wie die direkten Verletzungen durch die Explosion und treffen weit mehr Menschen als die in der Nähe des ursprünglichen Angriffs.
Die Studie „Todesurteil für die Zivilbevölkerung“ ist auch ein Beitrag zu den aktuellen Verhandlungen über eine politische Erklärung, die den Schutz der Zivilbevölkerung vor Explosivwaffeneinsätzen verbessern soll.
 
Zur kompletten Studie in Englisch
 
 
Ein Mitarbeiter von HI schiebt eine Frau im Rollstuhl an eine einfache Handwaschanlage.
 
Neue Studie "Das Coronavirus im humanitären Kontext"
 
Die neue Studie "COVID-19 in Humanitarian Context: No Excuses to Leave Persons with Disabilities Behind!" analysiert die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderung. Durch Beispiele und Erfahrungsberichte aus 19 HI-Projektländern werden die schwerwiegenden Folgen anschaulich dargestellt. Gleichzeitig gibt die Studie Grundsatzempfehlungen an humanitäre Akteur*innen, die aufzeigen, wie in der Corona-Hilfe inklusive Maßnahmen getroffen und die erhöhten humanitären Bedarfe von Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden können.
Denn Menschen mit Behinderung sind durch die Pandemie besonders gefährdet. Beispielsweise werden sie oft von der lokalen Gemeinde gemieden und ihnen wird aus Angst vor Ansteckung der Zugang zu Hilfsleistungen verweigert. Flüchtlingslager sind nicht auf den Ausbruch von Covid-19 vorbereitet und können nicht auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingehen.
 
Zur kompletten Studie in Englisch
 
 
Eine alte Frau mit Mütze und Winterjacke in einem dunklen Raum. Das einzige Licht kommt von einer Kerze in ihrer Hand.
 
Virtueller Zugang zur Ausstellung "erschüttert" mit Till Mayer
 
Im Bundestag wurde sie 2019 erstmals präsentiert – seither tourt unsere Ausstellung "Erschüttert. Einblicke, die alles ändern“ durch Deutschland, begleitet von eindrucksvollen Vorträgen des Fotografen und Autors Till Mayer. Er berichtet von bewegenden Begegnungen mit Überlebenden von Explosivwaffeneinsätzen in Syrien, dem Irak, der Ukraine, Laos und sieben weiteren Ländern. Trotz der Schicksalsschläge machen die Geschichten dieser Menschen auch Mut und mahnen gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung.
Die Ausstellungsseite www.erschuettert.org macht diese Eindrücke online zugänglich – und bietet nun auch einen anschaulichen Video-Vortrag von Till Mayer an, der bei Veranstaltungen durch ein Live-Webinar ergänzt werden kann.
 
Zum Video mit Till Mayer
 
 
Ein Minenräumer kniet neben einem roten Minen-Warnschild
 
Petition gegen umstrittene Minenpolitik der USA
 
Am 31. Januar 2020 hat die Trump-Administration einen Beschluss der Obama-Regierung rückgängig gemacht und das faktische Verbot des Einsatzes von Anti-Personen-Minen aufgehoben. Auch wenn die USA der Ottawa-Konvention nicht beigetreten sind, galt auch hier in den letzten Jahren einzig für die koreanische Grenze eine Ausnahme. Nach Trumps Anweisung dürfen die Streitkräfte nun jedoch wieder Anti-Personen-Minen herstellen, einsetzen und lagern.
HI hat deshalb eine globale Petition gegen diese neue Doktrin gestartet. Allein in Deutschland wurden bisher 5.000 Unterschriften gesammelt, weltweit sind es ca. 20.000. Dies brachte bereits erste Reaktionen hervor: Am 6. Mai wurde unter der Führung von U.S. Senator Patrick Leahy, Demokrat aus Vermont und starker Unterstützer der Kampagne zum Verbot von Landminen, ein Brief an U.S. Verteidigungsminister Mark Espen versandt, den insgesamt 80 Mitglieder des Kongresses unterzeichnet haben.
 
Zur Petition
 
 
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Diese E-Mail wurde an versandt.
 


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