Am Ende des Jahres gilt es Bilanz zu ziehen – und Danke zu sagen. Es tut gut zu wissen, dass die Fans hinter einem stehen. Auch wenn es nicht so läuft, wie erwartet.
 
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Liebe/r 
 
Liebe Fans, liebe Motorsport-Freunde
 
 
Am Ende des Jahres gilt es Bilanz zu ziehen – und Danke zu sagen. Es tut gut zu wissen, dass die Fans hinter einem stehen. Auch wenn es nicht so läuft, wie erwartet. Ja, das sportliche Fazit 2019 fällt ernüchternd aus. Gerne hätte ich zusammen mit Dir Erfolge gefeiert – und die Freude geteilt. Leider kam es anders: 5 Rennen, 3 Mal nicht am Start, 1 Ausfall und 1 Mittelfeldplatzierung. Die Bilanz tut weh. Der Schmerz sitzt tief – aber ich kann es nicht mehr ändern.
 
 
 
 
Nach vielversprechenden Testtagen in der für mich neuen Blancpain GT Endurance Series war ich im April in Le Castellet noch voller Hoffnung. Der Trainingsunfall in Monza kurz vor dem Saisonstart raubte mir dann alle Chancen. Die Folgen waren schlimmer als angenommen, die Verletzungen am Halswirbel grösser als gedacht. Auch der finanzielle Schaden war gross: Für die aufwändige Reparatur des Lamborghini #27 brauchte ich sogleich all meine Geldreserven auf.

Beim Rennen in Silverstone sahen wir zwar die Zielflagge – aber vor uns klassierten sich 30 Autos, die schneller waren. In Paul Ricard fuhr ich ein starkes Qualifying, leider war nach 30 Rennminuten Schluss, weil mein Teamkollege abgeschossen wurde. Kurz vor dem 24-Stundenrennen in Spa-Francorchamps machte sich mein Körper dann wieder bemerkbar – als Folge des Monza-Crashs. Ich musste für das Rennen forfait erklären und mich sogleich medizinischen Abklärungen unterziehen. Die Reha nahm dann rund 8 Wochen in Anspruch.

Vor dem Saisonfinale in Barcelona liess mein Team verlauten, dass Daiko Lazarus Racing nicht am Start stehen wird – offenbar aufgrund von Problemen mit der Versicherung des Rennboliden. Auch andere Piloten im Team verloren das Vertrauen in die Mannschaft – und stiegen aus. Lazarus ist für mich damit abgeschlossen.

R-Motorsport, wo ich als Junior-Driver unter Vertrag stehe, steht weiter zu mir – und glaubt an mich. Ich durfte das Team in diesem Jahr im Rahmen der DTM diverse Male unterstützen – auch mit Taxifahrten für Kunden. Aktuell führen wir Gespräche, damit ich nächstes Jahr als Aston Martin-Pilot in der Kategorie GT4 an den Start gehen kann – dies im Rahmen der Europameisterschaft. Die andere Option – zurück in die TCR Europe – ist nicht wirklich mein Ziel. Ich möchte bei Aston Martin Fuss fassen – und als R-Motorsport-Pilot Erfolge feiern.

Mental bin ich glücklicherweise wieder auf Kurs. Die Verletzungen sind ausgeheilt, es geht mir sowohl physisch als auch psychisch ausgezeichnet. Finanziell ist die Situation leider mehr als stressig – ich hoffe, das Jahr zumindest noch mit einer schwarzen Null abschliessen zu können. Sollte es mir gelingen, das Budget 2020 zusammen zu bringen, setze ich alles daran, um auf die Erfolgsspur zurück zu kehren. Fahrerisch war 2019 glücklicherweise nicht das Problem: Ich hatte das Auto im Griff, die Rundenzeiten waren erfolgsversprechend. Aber im Motorsport ist es halt einfach so: Einmal in der Negativ-Spirale drin, ist das Risiko von Pleiten, Pech und Pannen noch viel grösser…

Meine Konzentration gilt nun ausschliesslich der Zukunft – und damit der nächsten Saison. Ich halte Dich auf dem Laufenden und würde mich natürlich ausserordentlich freuen, wenn Du mir die Daumen drückst.

Ich wünsche Dir frohe Festtage – ebenso Deiner Familie und Deinen Liebsten, einen prickelnden Jahreswechsel und schon jetzt alles Gute für 2020.
Liebe Grüsse

Kris
 
 
TEXT: Marco Oswald/TEXTCUBE
Fotos: Photo 4 (Agentur)
Copyright: Kris Richard/2019
 
 
Kris Richard
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