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["Stiftung Asienhaus"]
 
philippinen aktuell 01-02/20
 
Neues aus dem philippinenbüro
 
 
Neue AMP-Koordinatorin
Das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen wird ab Januar 2020 von Christina Keppel koordiniert, sie tritt die Nachfolge von Johannes Icking an. Christina Keppel freut sich auf die Menschenrechtsarbeit zu den Philippinen, spannende Partner*innen auf den Philippinen sowie in Deutschland und ist auf Anregungen und Impulse gespannt!
Während ihres Studiums der Regionalwissenschaften Lateinamerika hat Christina Keppel sich intensiv mit Fragen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik der Länder des Globalen Südens befasst. Nach dem Studium sammelte sie Berufserfahrung im Bereich der sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsanalyse und befasste sich hier zunehmend mit den Menschenrechten. Ehrenamtlich ist sie seit 2017 für die Menschenrechts-NGO FIAN tätig, ihre Kernthemen sind hier Klimagerechtigkeit und Landfragen.
Christina ist ab sofort unter keppel(at)amp.ngo oder persönlich von montags bis freitags im philippinenbüro zu erreichen!
 
Neue Blickwechsel
Im Dezember 2019 sind zwei neue Blickwechsel vom philippinenbüro erschienen.
  • Der Blickwechsel "Philippinen: Klima gerechtigkeit braucht Menschenrechte" von Astrud Lea Beringer widmet sich den Folgen des Katastrophen Kapitalismus nach dem Taifun Yolanda und seinen Auswirkungen auf die Insel Sicugon. Hier geht´s zum Blickwechsel!
  • Der Blickwechsel "A Popular Strongman Gains More Power" von Joseph Purugganan (Focus on the Global South) analysiert das Ergebnis der philippinischen Zwischenwahlen 2019 im Hinblick auf die Parteien- und Kandidat*innenentwicklung in den Philippinen. Hier geht´s zum Blickwechsel!
 
 
Termine und Veranstaltungen zu den Philippinen

29. März 2020 | Köln | Thementag Südostasien im Rautenstrauch Joest Museum
Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Köln widmet sich das Rautenstrauch-Joest-Museum einen ganzen Tag lang besonders der indonesischen Inselwelt. Dabei sind das philippinenbüro und die Stiftung Asienhaus mit Vorträgen zu den sogenannten Neuen Seidenstraßen dabei. Was genau hat es mit dieser Initiative auf sich und was bedeutet sie für Indonesien sowie seine südostasiatischen Nachbarstaaten? Mehr Infos dazu hier!
 
18. April 2020 | Köln | Lesung: Handbuch Philippinen
Die beiden Herausgeber, Rainer Werning und Jörg Schwieger, sowie die Ko-Autorin Mary Lou U. Hardillo werden das im Auftrag des philippinenbüro erschienene Buch im Kontext der aktuellen politischen Entwicklung in den Philippinen vorstellen und daraus passagenweise lesen. Mehr Infos dazu hier!
 
9. Mai 2020 | Köln | 8. Asientag
In der „entwicklungspolitischen“ Arbeit zu Asien stehen Menschenrechte, ein solidarisches Miteinander und Dialog im Vordergrund, soweit der Anspruch. Doch werden wir diesem Anspruch im Dialog mit Asien zu stehen gerecht? Auf dem 8. Asientag wollen wir zu einem kritischen Blick auf die eigene "entwicklungspolitische" Position einladen, um eurozentrische Perspektiven aufzubrechen und Machtverhältnisse zu reflektieren. Mehr Infos dazu hier!
 
Asia First! Autoritarismen und das Ringen um Demokratie
 
In vielen Ländern Asiens ist der Autoritarismus auf dem Vormarsch. Der Spielraum progressiver Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft wird wieder eingeengt. Doch viele nehmen die autoritäre Politik nicht einfach hin und organisieren Widerstand: Gewerkschaften, Umweltschützer*innen, soziale Bewegungen, Menschenrechtsverteidiger*innen,  Minderheiten und Oppositionelle, die sich mutig für den Ausbau und die Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Standards engagieren, stehen in dieser Broschüre vor allem im Fokus.
Gewalt gegen Frauen: weltweit bekämpft und doch alltäglich – Politische Handlungsoptionen
 
Der 25. November ist der »Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen«. Das Bündnis Internationale Advocacy Netzwerke (IAN), in dem das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) und die Stiftung Asienhaus engagiert sind, zeigt in einem aktuellen Dossier die unterschiedlichen Ebenen von Gewalt gegen Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika auf.
Menschenrechte in den Philippinen unter Duterte
 
AMP Menschenrechtsbericht 2019
Das Aktionsbündnis Menschenrechte - Philippinen zieht im neu erschienenen Menschenrechtsbericht Bilanz über die bisherige Amtszeit Präsident Rodrigo Dutertes. Die Befürchtungen über neue Formen von Menschenrechtsverletzungen haben sich seit seinem Amtsantritt 2016 bestätigt.
Handbuch Philippinen
 
Das zivilgesellschaftliche Standardwerk von Rainer Werning und Jörg Schwieger (Hrsg.) skizziert umfassend die Lebenswelten und politischen Konflikte in den Philippinen und liefert überdies zu sämtlichen Themen Hinweise zur vertiefenden Lektüre. Das Handbuch wurde vom philippinenbüro in Kooperation mit dem regioSPEKTRA Verlag veröffentlicht.
 
Das Handbuch Philippinen ist für 24,90€ (Versandkostenfrei innerhalb Deutschlands) erhältlich und kann ab sofort im Asienhaus bestellt werden.
 
Neues aus der südostasien
 
SOA 4/2019: Musik als Mittel politischer Bewegung
Seit jeher ist Musik – neben ihrem Unterhaltungswert – ein Mittel zur Kritik an sozialen Normen und politischen Verhältnissen. Musik hilft Menschen sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene zu erkennen, dass sie mit ihrem Dissens gegen Ungerechtigkeiten nicht alleine sind. Monika E. Schoop schrieb zu mutiger Musik gegen ein Klima der Angst in den Philippinen, Mika Reckinnen berichtet über den Pinoy Punk, Jörg Schwieger zeigt die musikalische Emanzipation von kolonialem Erbe auf und Ralph Chan widmet sich dem Thema "Aktivismus in der Original Pilipino Music". Anne Krahnstöver rezensiert den philippinischen Film "Birdshot", der sich hintergründig mit Konflikten um Landrechte, staatliche Korruption, Polizeigewalt und Geschlechter(un)gerechtigkeit auseinander setzt.
Hier gehts zur gesamten Ausgabe: Musik als Mittel politischer Bewegung
 
SOA 1/2020: „What do we want? Climate justice!“
Südostasien ist mit langen Küstenlinien und bevölkerungsreichen Städten in niedrigen Lagen bereits jetzt stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Waldbrände, Überschwemmungen, Dürreperioden und Ernteausfälle nehmen zu. Die Artenvielfalt schwindet. All das wirkt sich dramatisch auf die Lebensbedingungen der Menschen und auf landwirtschaftliche Erträge aus. In der neuen Ausgabe rezensiert Robin Weber-Höller das Handbuch Philippinen als "wahren Wissensschatz". Weitere Artikel zum Thema Klimawandel in Südostasien folgen in den nächsten Wochen.
Hier gehts zur gesamten Ausgabe: „What do we want? Climate justice!“
 
Call for Papers südostasien 2/2020: Essen und Trinken
Das Thema Nahrung wirft Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Verteilung auf. Ernährung ist nicht nur eine Frage der persönlichen Präferenzen, sondern vor allem der politischen und ökonomischen Realitäten. Während die Nachfrage nach Lebensmittel in Südostasien mit wachsender Bevölkerung und neuen Essgewohnheiten steigt, müssen politische Entscheidungsträger*innen Ernährungssicherheit gewährleisten. Hier gehts zum Call for Papers!
 
Mitmachen in der südostasien! Wir suchen aktive Unterstützer*innen bei der Erstellung der südostasien. Mitmachen kannst du durch redaktionelle Unterstützung, als Übersetzer*in und mit Artikelvorschlägen. Mehr Infos hier!
 
 
 
Nachrichten Rückblick - Allgemeines
Taal Ausbruch
(deutsche Nachrichten in fett
Der im Taalsee gelegene Taal Vulkan gilt als einer der aktivsten Vulkane der Philippinen und brach am 12. Januar aus. Nachdem es 43 Jahre keinen Ausbruch mehr gab, spie der Vulkan zunächst Wasserdampf und Asche. Am Tag darauf flog heiße Lava in die Luft. Der Ausbruch wurde von heftigem Donner, Blitzschlag und Erdbeben begleitet – die philippinischen Behörden erklärten die 4. Alarmstufe, da die vielen vulkanischen Beben auf einen Magmaanstieg im inneren des Vulkans hindeuteten. Der Wind verteilte die Asche im Umkreis und blies sie nördlich über die philippinische Insel Luzon: Landstriche versanken in Asche, die Flughäfen Manilas stellten ihren Flugbetrieb zeitweilig ein. Hundertausende Menschen in einem Radius von 14 Kilometern mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Städten der Umgebung in Evakuierungszentren untergebracht. Militär- und Polizeibeamte sperrten 199 Barangays, 15 Städte und Gemeinden in Batangas und Cavite ab. Ende Januar durften viele Bewohner*innen zurück in ihre Häuser, da die Behörden die Bedrohung auf die 3. Alarmstufe senkten und die offizielle Gefahrenzone auf 7 km verkleinerte. Die 23 Quadratkilometer große Vulkaninsel im Taalsee war ein beliebter Touristenmagnet, hier lebten tausende Menschen vom Fischfang und dem Tourismus. Ein Leben auf der mit Asche verschütteten Insel ist nun nicht mehr möglich.
Rund einen Monat nach dem Ausbruch füllt sich der Vulkankrater langsam wieder mit Wasser. Doch die Lage bleibt angespannt, da die seismischen Beben zwar nachgelassen haben, aber noch messbar sind. Bei einer erneuten Explosion würde ein Kontakt von Magma und Wasser große Sprengkraft entwickeln – die Behörden senkten die Bedrohung auf die 2. Alarmstufe ab und erklärten die Vulkaninsel als permanente Gefahrenzone. Präsident Duterte rief den Katastrophenstand für die Region Calabarzon aufgrund der Schäden aus, da mit der Katastrophenerklärung Hilfs- und Rehabilitationsbemühungen beschleunigt würden. Der Katastrophenstand soll ein Jahr ausgerufen sein.
 
  
Wirtschaft & Infrastruktur
  
OFWs
 
 
Politik
Medien
ABS-CBN Franchise 
Das größte Medien-Konglomerat der Philippinen, ABS-CBN, mit dutzenden lokalen und nationalen Radio- und Fernsehübertragungsstationen im Land, droht Ende März seine Medienlizenz zu verlieren. Generalanwalt José Calida reichte Mitte Februar beim Obersten Gericht Anträge sowohl gegen die Verstöße von Lizenzauflagen des Medienkonzerns ABS-CBN als auch gegen die Verhängung der sogenannten „gag order“ (dt. Nachrichtensperre) ein. Der Medienkonzern weist alle Vorwürfe zurück. Ein Sprecher Präsident Dutertes bekräftigte, der Präsident habe nichts mit dem Antrag Calidas zu tun, da das Parlament über Lizenzfragen entscheide. Präsident Duterte, der sich in mehreren öffentlichen Auftritten kritisch gegenüber der philippinischen Medienlandschaft äußerte, drohte allerdings damit, die Neubeantragung der Lizenz des Mediennetzwerks zu boykottieren. Er gab den Besitzer*innen des Netzwerks zwei Optionen: „Verkauft, oder schließt die Türen!“. Weltweit arbeiten rund 11.000 Personen für den Medienkonzern, der von der einflussreichen Familie Lopez geführt wird.
Dutertes Äußerungen gegen die philippinische Medienlandschaft als auch der Antrag Calidas werden von vielen Aktivist*innen und Oppositionellen als Angriff gegen die Pressefreiheit im Land gewertet. Momentan werden trotz der vehementen Sabotageversuche des Präsidenten im philippinischen Kongress acht verschiedene Anträge zur Erneuerung der Lizenz von ABS-CBN bearbeitet. Doch der einstige Fall von einem vermeintlich verfassungswidrigen Finanzierungsfall von ANS-CBN hat sich längst zu einem Streit um die Pressefreiheit entwickelt.
 
Innenpolitik
 
Außenpolitik
 
 
 Student*innen in Manila verlangen Klimagerechtigkeit und protestiert gegen die Profitgier von Unternehmen. Der Philippinen Blickwechsel widmet sich dem Thema "Klimagerechtigkeit braucht Menschenrechte - Sechs Jahre Wiederaufbau nach Taifun Yolanda". Foto: FESIFFA
 
 
Konflikt zwischen Regierung und kommunistischer Linken
Mögliche Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen
Nachdem die Friedensverhandlungen zwischen den Kommunistischen Linken und der Regierung auf den Philippinen ins Stocken geraten waren, kommt nun neue Hoffnung für eine mögliche Wiederaufnahme auf. Zwar stand die 16-tägige Waffenruhe über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage zwischen der Kommunistischen Partei und der Regierung zu Beginn durch einige Zwischenfälle auf wackligen Beinen, dennoch zeigte die Kommunistische Partei Bereitschaft, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, lies Jose Maria Sison, Gründer der Kommunistischen Partei der Philippinen bekanntgeben. Auch Präsident Duterte gab bekannt, dass eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen von seiner Seite möglich sei.
Die National Democratic Front Philippines (NDFP) führt seit 1986 immer wieder als kommunistische Dachorganisation Friedensverhandlungen mit der philippinischen Regierung. Zuletzt hatte Präsident Duterte im März 2019 die Verhandlungen aufgrund unüberbrückbarer Differenzen abgebrochen.
 
 
 
Menschenrechte und der "Anti-Drogen-Krieg"
Menschenrechte
 
"Anti-Drogen-Krieg"
Mehr Nachrichten rund um Menschenrechte in den Philippinen finden Sie auch über den Newsletter des Aktionsbündnis Menschenrechte - Philippinen.
 
 
Das Sinulog Festival in Cebu City ist eines der größten Festivals in den Philippinen. Allerdings wächst mit der wachsenden Zuschauerzahl auch der Müll, der bei dem Festival entsteht und wird so zur Belastungsprobe für die Stadt und die Umwelt. Der Verbrauch von kleinen Wasserflaschen, dem Einwegplastik, ist enorm. Zum zweiten Mal sind lokale Organisationen und Umweltaktivist*innen für die „Sinulog Refill Revolution“ zusammengekommen, um ein buntes Zeichen gegen Einwegplastik zu setzen. Sie stellten am 19. Januar 2020, zum Höhepunkt des Festivals, sogenannte “Eco-Stations” überall in der Stadt auf, an denen die Besucher*innen ihre leeren Wasserflaschen wieder befüllen konnten. Die Organisator*innen der Refill Revolution informierten die Teilnehmer*innen des Festivals über die Umweltzerstörung durch Plastik, befüllten tausende von Plastikflaschen neu und sammelten über 5.500 Unterschriften für ein Einwegverbot in Cebu City. Mehr Infos zur „Sinulog Refill Revolution“ gibt es in der südostasien! Foto: STEP Philippines.
 
 
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