Chorkonzerte 2018
 
Symphonischer Chor Hamburg
 
 
Am 6. April in der Laeiszhalle:
Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion
 
Erleben Sie mit dem Symphonischen Chor und dem Flensburger Bach-Ensemble unter Matthias Janz das unerbittliche Drama der Kreuzigung, das Johann Sebastian Bach in der Johannes-Passion vertonte. Verfolgen Sie die tragische Dramatik der letzten Tage Jesu in feierlicher Spannung.
Einst für die Andacht am Karfreitag komponiert, haben Bachs Werke seit der Wiederentdeckung durch Felix Mendelssohn Bartholdy schon lange ihren Weg in den Konzertsaal gefunden, wo der liturgische Rahmen durch die gemeinsame kontemplative Erfahrung ersetzt wird. Gemeinschaftsgefühl und Trost verbinden sich zu einer tief empfundenen Anteilnahme gegenüber dieser unmenschlichen Geschichte.
Das Johannesevangelium, dessen Worte Bach in dieser Passion verwendete, stellt nicht das Leiden Jesu in den Vordergrund. Stattdessen ist es die Aussicht auf Erlösung und die kommende Auferstehung am Ostermorgen. Diese positive Lesart kontrastriert mit anderen Passionen, insbesondere mit der Matthäus-Passion, die seinerzeit wohl aus diesem Grunde durchaus beliebter war.
Selbst in der schwersten Stunde nach der Kreuzigung, geht der tröstende Blick nach vorn, verkündet ewigen Glauben, sogar Freude: „In meines Herzens Grunde dein Nam’ und Kreuz allein, funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein“. Bei Matthäus stehen dagegen die dramatischen letzten Worte Jesu: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“.
Die genialen musikalischen Einfälle Bachs in der Johannes-Passion sind so zahlreich, dass sie Bücher füllen können. Einige davon haben wir für Sie in diesem Newsletter zusammengestellt. 
Freuen Sie sich mit uns auf die Aufführung am 6. April um 19 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle. Es sind noch Karten verfügbar. Eine interessante Werkeinführung können Sie auf unserer Webseite lesen. Das vollständige Programm mit allen Ausführenden, Vitae und dem Text der Passion können Sie vorab hier ansehen. Und wenn Sie kurzfristig Zeit haben, besuchen Sie doch unsere öffentliche Probe im New Living Home in Lokstedt am 26. März um 18:30 Uhr.
 
 
 
B - A - C - H
 
Sie haben sicher schon einmal gehört, dass Johann Sebastian Bach seinen Namen öfter einmal in Noten schrieb. 
Die Töne B, A, C, H bilden in dieser oder in umgekehrter Reihenfolge zudem ein Kreuzmotiv, dass Bach ebenfalls häufig symbolisch verwendete.
Die chromatische Tonfolge stellt eine besondere Herausforderung an die Harmonisierung dar, ganz besonders zu Bachs Zeiten – aber diese nahm Bach nicht nur an, sondern die Chromatik wurde sogar eines seiner Markenzeichen.
Nun gilt es zusätzlich noch, diesen Bezug auf den eigenen Namen mit dem Text zu verbinden. Wo passt es besser, als in dem Abschnitt „Herr Jesu Christ, erhöre mich“ - und zwar genau auf dem Wort „mich“? Die Töne H - C - A - B finden sich sowohl im Chor-Bass als auch im Orchester.
Zu hören ist dieser Bezug wohl ohne Kenntnis der Noten kaum, aber diese versteckten Bezüge in Bachs Kompositionen haben bereits viele Forscher beschäftigt.
 
B-A-C-H bei Wikipedia
 
Lasset uns den nicht zerteilen
 
Dem Chor kommt in der Johannes-Passion eine wichtige Rolle zu: Er greift einerseits in den sogenannten Turba-Chören als handelnde Menschenschar in das Geschehen ein und reflektiert andererseits das Geschehen als gläubige Gemeinde in den Chorälen.
Im zweiten Teil, nach der Kreuzigung Jesu, teilen die Soldaten seine Habseligkeiten untereinander auf. Der Mantel ist besonders schön gewebt und soll daher nicht geteilt werden, sondern sie beschließen, darum zu losen. Dieser Beschluss, in „Lasset uns den nicht zerteilen“, wird von Bach mit einem Thema vertont, das sich bei jedem Auftreten ein klein wenig verändert! Ganz so, als hätten die Soldaten beim Würfeln auch die Töne durcheinandergebracht. Es ist ein verrückter Chor: schnell und rhythmisch, vollkommen durcheinander, die Stimmen (wie der Mantel) ineinander verwoben – eine große Herausforderung für Sänger.
Und auch dem Zuhörer hilft es, den Chor einmal vorab zu hören. Hier ist ein Link: 
 
Lasset uns den nicht zerteilen
 
 
 
Gematrie
 
Haben Sie auch als Kind eine Geheimschrift „erfunden“, in der jedem Buchstaben eine Zahl zugeordnet wurde? A=1, B=2 usw? Nun, dies machen Musikwissenschaftler mit Noten: Die Notenfolge B-A-C-H ergibt beispielsweise den Wert 14, auch bekannt als „Bach-Zahl“. In der Johannes-Passion gibt es 12 Chöre, von denen genau zwei wiederholt werden: 12+2 = 14. Zufall oder geplant?
Der sog. gematrische Wert des Namens Johann Sebastian Bach beträgt 58 + 86 + 14 = 158. Und genau diese Zahl findet sich in den 15 Tönen des Schlusstaktes der Fuge in G-Moll wieder. Eine Signatur?
Vollständige Glaubenssätze sollen in Bachs Kompositionen stecken – wie weit man hier eine Absicht unterstellen möchte, bleibt jedem selbst überlassen, aber zu Bachs Lebzeiten gehörte die Zahlensymbolik zum allgemeinen Bildungsgut und diente bei der Auslegung der Bibel als Dekodierungshilfe.
 
Zahlenmystik in Bachs Werken
 
Konzertprogramm 2019+20
 
2019
J. S. Bach – Johannes-Passion
06.04.: Laeiszhalle, Hamburg

Carl Orff – Carmina Burana
Felix Mendelssohn – Walpurgisnacht
12.06.: Astra-Theatre, Gozo, Malta

Giuseppe Verdi – Messa da Requiem
22.11.: Alsion, Sønderborg
23.11.: Dt. Haus, Flensburg
24.11.: Laeiszhalle, Hamburg
 
2020
César Frank – Les Béatitudes
23.02.: Elbphilharmonie, Großer Saal
(noch kein Kartenvorverkauf!)
 
Ludwig v. Beethoven – Missa Solemnis
30.10.: Alsion, Sønderborg
31.10.: Dt. Haus, Flensburg
01.11.: Laeiszhalle, Hamburg
 
 
Konzertvorschau
 
Der Symphonische Chor auf Reisen
 
Am 12. Juni eröffnet der Symphonische Chor das Victoria Arts Festival auf der zu Malta gehörenden Insel Gozo mit den Werken „Carmina Burana“ von Carl Orff und „Die erste Walpurgisnacht“ von Felix Mendelssohn Bartholdy.
Kommen Sie vorbei - der Eintritt ist kostenlos!
 
Webseite des Victoria Arts Festivals
 
Symphonischer Chor Hamburg e.V.
Eidelstedter Weg 9
20255 Hamburg
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